INSPIRATION HERBST 2019
VON DUVEMÅLA NACH AMERIKA

Im 19. Jahrhundert machten sich 1,5 Millionen Schweden aus ihren Dörfern auf, um Ihr Glück im verheißungsvollen Amerika zu suchen …

Als Gudrun im Juli 2018 anlässlich der Ausstellung Gudrun Sjödén – a colourful universe Minneapolis und das American Swedish Institute (ASI) besuchte, fand sie die Inspiration zur Herbstkollektion 2019. Die Begegnung mit den Menschen dort weckte ihr Interesse an den schwedischen Auswanderern und ihrer neuen Heimat.

Doch die Auswanderer des 19. Jahrhunderts waren nicht die ersten Schweden, die sich in Amerika ansiedelten – bereits im 17. Jahrhundert gab es eine schwedische Kolonie am Fluss Delaware in Nordamerika, wo anno 1637 zwei schwedische Schiffe anlandeten. Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Schweden unter den schlechten Zeiten und zahlreichen Missernten litten, träumten immer mehr von Amerika und einem eigenen Stück Ackerland.

1.2.jpgDie Geschichte von Kristina und Karl Oskar, die sich von Småland nach Amerika aufmachen, hat Vilhelm Moberg in seiner Auswanderer-Serie festgehalten. Die Romane, die auch als Vorlage für eine TV-Serie dienten, haben den Blick auf diese schwedische Vergangenheit geprägt.

SCHWEDENAMERIKANER
Heute schätzt man, dass über 9 Millionen selbsternannte Schwedenamerikaner in den USA und vor allem in Minnesota leben. Zudem gibt es mehrere schwedenamerikanische Organisationen und Museen in Philadelphia, Chicago, Seattle, Portland und nicht zuletzt in Minneapolis, wo 2018 die Ausstellung über Gudrun gezeigt wurde.

DIE KOLLEKTION IM KOFFER
Wir bereisten verschiedene US-Staaten, um für die Herbstkollektion die richtige Stimmung einzufangen, darunter Arizona wegen der Ebenen und Minneapolis wegen der schwedischen Viertel und der Zusammenarbeit mit Delina White von IamAnishinaabe. Auf dieser Reise kam es zu spannenden Begegnungen – mit Menschen und mit der Geschichte.

Kristina von Duvemåla hat Spuren hinterlassen … 
 

2.2.jpgMINNEAPOLIS und das
American Swedish Institute, ASI

In diesem schwedenamerikanischen Palast zeigt man immer wieder neue farbstarke Ausstellungen. Während der letztjährigen Ausstellung „Gudrun Sjödén – a colourful universe“ sammelte Gudrun Inspirationen zur Herbstkollektion. In Minneapolis gewannen wir viele neue Gudrun-Girls und Freunde hinzu. Unser Dank gilt Bruce, Laurie, Peggy, Christiana, Alison, Scott, Lynne und allen anderen.
 

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SEDONA und die ROCKY MOUNTAINS
Über die Prärie, durch Wälder und Täler und den weltberühmten Grand Canyon, vom eisigen Norden bis zum heißen Arizona – in ganz Nordamerika ließen sich die Einwanderer nieder.
 

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Behind the Scenes im
WALKER ART CENTER IN MINNEAPOLIS

Was für ein herrlicher Tag! Mit Delina, Lavender und Snowy auf der Terrasse des Walker Art Centers fotografieren wir die Modelle, die Lavender für Gudrun Sjödén entworfen hat. Ein Tag voller Musik und Tanz, Lachen und Lernen. Das Team hinter den einzigartigen Modestücken wusste, was es wollte. Danke, Delina, Lavender und Snowy, für eure Großzügigkeit!

VILHELM MOBERG
Schwedischer Schriftsteller (1898–1973). Sein bekanntestes Werk ist die Auswanderer- Serie – die Geschichte mehrerer Emigranten, die um 1850 ihre Heimat Småland verließen, um sich in Minnesota niederzulassen. Dieses Los teilten sie mit 1,5 Mio. anderen Schweden, darunter große Teile der Familie des Schriftstellers.

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Temperamentbündel Caitlin aus MINNEAPOLIS
Bei unserer Einweihungsshow im ASI im Juli 2018 war Caitlin das erste Model, und natürlich modelte sie auch beim Herbst-Shooting. Wie die meisten Amerikaner hat sie europäische, genauer gesagt irische Wurzeln.
 

3.3.jpgLINDSTROM, GAMMELGÅRDEN, SCANDIA
Rund um Minneapolis gibt es viele „schwedische“ Orte. In Lindstrom sammelte Vilhelm Moberg Inspirationen für seine Bücher, Scandia war die erste schwedische Siedlung in Minnesota, und im schönen Gammelgården Museum kann man heute viele erhaltene Häuser und Gegenstände aus der Einwanderungsepoche bestaunen.
 

3.4.jpgANDERSONVILLE
– das schwedische Viertel in Chicago

Hier siedelten viele der ersten Einwanderer, und jetzt ist Andersonville ein richtig hippes Viertel geworden: mit Fleischbällen im alteingesessenen Svea Café, Ballerina-Keksen bei Erickson’s Delicatessen, Glögg bei Simon’s – und dem Swedish American Museum in der North Clark Street.